Fraktionsausblick 2014

 

1. Wo wird Ihre Fraktion 2014 Akzente setzen?
Die alles überlagernde Aufgabe in diesem Jahr wird die Haushaltskonsolidierung sein. Dabei gilt für uns ein zweigleisiger Ansatz: Erstens muss die Einnahmeseite verbessert werden, zweitens müssen die Ausgaben reduziert werden. Bei möglichen Kürzungen werden wir jedoch besonders drauf achten, dass diese mit sozialem Augenmaß erfolgen.
Alle Mitglieder der WSI verfügen über einen großen kommunalpolitischen Erfahrungsschatz, vom dem unsere schöne Stadt auch zukünftig profitieren wird. Als neue Fraktion werden wir ganz pragmatisch unseren Teil dazu beitragen, Wedel weiter voranzubringen.

 

2. Schafft Wedel 2014 den Weg aus der Finanzkrise?
Hier eine wirklich seriöse Prognose zu wagen, erscheint uns sehr schwierig. Es hängt vor allem davon ab, ob andere Fraktionen ihre ideologischen Scheuklappen ablegen. Die WSI hatte ja schon in der Ratsversammlung im zurückliegenden Dezember dem mühsam gemeinsam erarbeiteten Haushaltsplan zugestimmt. Wir sind sicher, dass er eine gute Grundlage für den Weg aus der Krise gebildet hätte. Weshalb der Plan dennoch keine Mehrheit fand, müssen jetzt die „Nein-Sager“ erklären. Hier können wir nur appellieren: Lasst Wedel nicht im Regen stehen!

 

3. Was ist beim neuen Sparpaket tabu?
Tabus darf es unserer Meinung nach nicht geben. Wie schwierig eine Diskussion über Fragen der Haushaltssanierung ist in Wedel ist, erkennt man beispielsweise daran, wie kritisch die geplante Parkraumbewirtschaftung von manchem politischen Lager betrachtet wird. Legt man sich da von Beginn an Denkverbote auf, kommt man gar nicht weiter.
Sicher gibt es Themen, die uns besonders am Herzen liegen, wie etwa die Sozial- und Bildungspolitik. Die WSI wird in diesen Punkten selbstverständlich besonders aufmerksam sein, wenn über Einsparungen zu entscheiden ist.

 

4. Welches sind außer der Haushaltssanierung die wichtigsten Aufgaben für Wedels Politik in 2014?
Bezahlbarer Wohnraum muss ganz gewiss eine der Hauptaufgaben sein. Dafür werden wir uns als Politiker stark machen. Wedel darf nicht zu einem Refugium für gehobene Einkommensschichten werden. Die Lebendigkeit unserer Stadt hängt gerade von ihrer sozialen Vielschichtigkeit ab.
Wichtig zudem: die zügige und zukunftsorientierte Entwicklung des neuen Gewerbeparks. Einher geht die dringende Notwendigkeit, endlich ein schlüssiges Gesamtverkehrskonzept zu erarbeiten. Nur so halten wir Wedel mit Blick auf benachbarte Städte und Gemeinden konkurrenzfähig.